Zwangsstörungen verstehen – mehr als nur “Eigenheiten”
Zwangsstörungen – auch Zwangserkrankungen genannt – betreffen rund 8 % der Bevölkerung und zählen damit zu den häufigsten psychischen Krankheitsbildern. Viele Betroffene erkennen die Störung jedoch lange Zeit nicht als solche, da sie Symptome wie Zwangshandlungen oder Zwangsgedanken als persönliche Eigenart interpretieren. Die Folge: Der Weg zur Therapie wird oft erst dann beschritten, wenn das Leben massiv beeinträchtigt ist.
Viele Betroffene vermeiden oftmals aus Scham, über ihre Schwierigkeiten zu sprechen und versuchen lange Zeit verdeckt, mit dem Problem alleine zurecht zu kommen. Zwangserkrankungen verlaufen meist langsam und verschlimmern sich zunehmend. Sie entstehen in der Regel im Jugend- und Erwachsenenalter von etwa 15 – 25 Jahren, nach dem 35. Lebensjahr wird nur mehr eine reduzierte Erkrankungshäufigkeit beobachtet.



